Radio Barpiano 5! Simon Schott und sein Barpiano

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In der 5. Sendung geht Alexandra Barnet der Frage nach der heilenden Wirkung von Musik- insbesondere von Barpiano Musik nach. Interessant ist dabei, dass diese Erkenntnis nicht neu ist. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts – in der Biedermeierzeit, wurde das Klavier en vogue. Die Wirkung von dieser Art der Unterhaltung war bei den Menschen angekommen.  Die Behaglichkeit dieser Art von Unterhaltung war entdeckt. Man kam zu Klavierabenden zusammen. Man sang gemeinsam. Viele fühlten sich berufen ihre eigenen Stücke zu komponieren. Trugen sie gerne vor Freunden vor.

Heute ist die Behaglichkeit des Barpianos weltweit verbreitet – Auch am Traumschiff ist Solo Pianomusik präsent.  Barpianisten machen viele Erfahrungen mit dieser offenbar seelenberührenden Wirkung von Barpiano auf ihre Zuhörer.

Einer von ihnen wurde auch noch intensiv von der Muse der Literatur geküsst und hat dieses Wissen in einem Buch festgehalten. Simon Schott, der legendäre Barpianist, erfreute sein Publikum bis zu seinem Tod, im 94. Lebensjahr, mit seinem meisterlichen Spiel am Klavier. Er schreibt schon in seinem Buch „So spielen Sie Bar Piano“ (Schott S., 1996), dass viele seiner Gäste die heilende Wirkung von Barmusik empfinden und ihm auch in vielen Gesprächen darüber berichteten. 

Alexandra Barnet zitiert aus seinem Buch: 

„Als ich eines Nachts um 2 Uhr mit einem Freund durch die Gassen von Paris schlenderte, erklang aus einem unscheinbaren Lokal dezente Barmusik. Er sagte: „Tut mir leid, ich muß da rein. Ich kann dem Alkohol, den Zigaretten, dem Kartenspiel und der schönsten Frau widerstehen. Aber niemals den Pianoklängen von Barmusik!….“(Schott. S., 1996)

Was können wir als Schutzwall gegen unangenehme Erfahrungen, die von außen auf uns eindringen, einsetzen? Gibt es eine Quelle, die leicht erreichbar ist und die uns heilend zur Verfügung steht? Wie wäre es mit dem Genre Barmusik? 

Nach seiner Erfahrung wird eine Pianobar regelrecht zur Energietankstelle für Ermüdete, Niedergeschlagene, Kraftsuchende. Zur Reparaturwerkstatt für die Blessuren des Alltags. Hier kann man in gemütlicher Atmosphäre in die pure Behaglichkeit eintauchen. Der erfahrene Pianist nimmt die Schwingungen wahr, die von einzelnen Gästen ausgehen, nimmt sie in sein Spiel auf und reflektiert sie, je nach Bedürfnis. Einmal wird er Energieimpulse senden – vielleicht mit einem freudvollen Samba, einer erotischen Rhumba, einem unverfänglichen schwunggebenden Swing, 

Reinhard Wallner war so inspiriert von den Inhalten dieses Buches, dass es ihm ein Anliegen war Simon Schott im Hotel Kempinsky in München aufzusuchen, um ihn live spielen zu hören und sich mit ihm über seine Erfahrungen und sein Buch auszutauschen. In Wikipedia gibt es ein Foto von den beiden aus dem Jahr 2006 in der Bar vom Kempinsky als Zeitdokument dieser für Reinhard Wallners weiteren Lebensweg so bestimmenden Zusammenkunft. Simon Schott entzündete bei ihm damit die Flamme der Leidenschaft zu Barpiano. 

Die Melodien der Wiener Barpianisten erklangen vor der Corona Pandemie allabendlich in verschiedenen Bars, Cafés, Restaurants und Hotels in Wien und Umgebung.

Musikkultur am Höhepunkt!

BARMUSIK ALS KULT!
Radio Barpiano ist ein Podcast für alle Freunde der Piano Musik. Jede Sendung enthält wunderschöne Kompositionen aus den Wiener Bars. Dazu erzählt Alexandra Barnet Aphorismen, Geschichten und Wissenswertes über das Thema Barpiano.

Erstausstrahlung der 5. Sendung von Radio Barpiano: 17. Dezember 10:00.

Literaturangabe:
Schott, Simon (1996). So spielen Sie Bar Piano. Frei und ohne Noten. Auch Keyboard und Synthesizer. SCHOTT MUSIC GmbH & Co KG, Mainz (29. August 1996)